PrEP

Bei der Prä-Expostionsprophylaxe (PrEP) wird eine Medikation zur Verhinderung einer HIV-Infektion eingenommen. Die Deutsch-Österreichischen PrEP-Leitlinien empfehlen die PrEP für Menschen mit einem substantiellen Risiko, sich mit dem HI-Virus zu infizieren.

Die Wirksamkeit der PrEP ist in Studien mit schwulen Männern, die ein besonders hohes Risiko haben, sich mit HIV zu infizieren,  belegt (Ipergay Studie, PROUD Studie). In diesen Studien wurde eine Senkung des Übertragungsrisikos von 86% dokumentiert, der Schutz liegt bei insgesamt über 90%. Die PrEP hat damit eine ähnlich gute Schutzwirkung wie der Gebrauch von Kondomen. Entscheidend für die Wirksamkeit ist die regelmäßige Tabletteneinnahme. In Deutschland ist die PrEP ausschließlich zur täglichen Einnahme zugelassen.

Im Rahmen der PrEP sind regelmäßige Labortestungen unerlässlich, um sicherzustellen, dass keine Organschädigungen durch die PrEP verursacht werden. Auch muss ausgeschlossen werden, dass trotz PrEP- Einnahme eine HIV Infektion stattgefunden hat.

Die PrEP minimiert ausschließlich das Risiko einer HIV-Infektion. Die PrEP schützt NICHT vor anderen sexuell übertragbaren Krankheiten (STI).